
Zucht mit Herz und Verstand
Seit 2008 züchten wir Irish Red Setter unter dem Zwingernamen "Irish Windloopers". Unser Ziel ist die Zucht von gesunden, wesensfesten Hunden, die sowohl im Feld als auch im Ring und als Familienhund überzeugen.
Die vier Säulen unserer Zucht
Leidenschaft
Unsere Zucht basiert auf tiefer Liebe zur Rasse und dem Wunsch, gesunde, wesensfeste Hunde zu züchten. Diese Passion treibt uns an, stets das Beste für unsere Hunde und deren Nachkommen zu erreichen.
Jagdliche Anlage
Wir legen großen Wert auf die Erhaltung der ursprünglichen jagdlichen Eigenschaften des Irish Red Setters. Das Vorstehen, die Feldarbeit und die natürliche Passion gehören zum Wesen der Rasse.
Qualität
Strenge Gesundheitsprüfungen und sorgfältige Auswahl der Zuchttiere garantieren höchste Standards. HD, ED, Augenuntersuchungen und genetische Tests sind für uns selbstverständlich.
Begleitung
Wir begleiten unsere Welpenkäufer ein Hundeleben lang mit Rat und Tat. Von der Welpenauswahl über die Eingewöhnung bis ins hohe Alter stehen wir jederzeit zur Verfügung.
"Ein Setter will seinen Führer nicht zufriedenstellen. Er will mit ihm jagen. Mit ihm zusammen das Erlebnis der Jagd teilen."
- Ein Grundsatz unserer Zuchtphilosophie
Ein Porträt in Feuerrot
Das Wesen dieses besonderen Vorstehhundes gleicht einem Mosaik – vielschichtig, lebendig und von einer bestrickenden Herzlichkeit. Wer einen Irish Red Setter sein Eigen nennt, weiß: Man teilt sein Leben nicht nur mit einem Hund, sondern mit einem Partner, der das Leben mit unbändiger Lebensfreude und einer Prise irischem Eigensinn bereichert.
Der sanfte Geist im Haus
In den eigenen vier Wänden zeigen sich unsere beiden Setterladys von ihrer sanftmütigsten Seite. Sie sind zutiefst gesellige Wesen, die den engen Kontakt zum Menschen nicht nur suchen, sondern brauchen. Ihre Treue ist grenzenlos, ihre Geduld – insbesondere im Umgang mit Kindern – bewundernswert. Es ist diese friedvolle Aura, die sie zu idealen Familienmitgliedern macht. Dabei haben Ella und Malou eine ganz klare Vorstellung von Komfort: Ein Hundekorb ist eine nette Geste, doch das Sofa oder der kuschelige Sessel sind die wahren Thronplätze unserer Mädels.
Diplomaten auf vier Pfoten
Begegnungen mit Artgenossen verlaufen bei unseren Hündinnen stets entspannt und von souveräner Freundlichkeit geprägt. Konflikten gehen sie instinktiv aus dem Weg; ihre Körpersprache signalisiert deutlich: „Ich komme in Frieden." Ein besonderes Schauspiel sind Treffen mit anderen Settern. Wenn zehn oder mehr dieser „roten Blitze" gemeinsam über die Wiesen toben, erinnert die Szenerie an Kinder auf einem Spielplatz. Es ist ein Spiel voller Dynamik und Eleganz, das nahezu lautlos vonstattengeht. Man sagt dem Setter nach, er würde niemals wirklich erwachsen werden – ein liebenswerter Charakterzug, den wir jeden Tag aufs Neue bestätigt finden.
Leidenschaft und Freiheit
Trotz ihrer Sanftmut bleibt der Irish Red Setter im Herzen ein passionierter Jagdhund. Auch wenn unsere Hunde aus der Formzucht stammen, tragen sie das Erbe ihrer Ahnen in sich. Dies erfordert ein fundiertes Training und eine konsequente, aber stets liebevolle Erziehung. Ein Setter möchte nicht dominiert, sondern überzeugt werden. Er besitzt einen „eigenen Kopf" und wägt mitunter charmant ab, ob ein Befehl sofort oder doch erst ein wenig später ausgeführt werden sollte. Man sagt scherzhaft: „Ein Setter möchte gebeten werden." Wer diese Nuance versteht, gewinnt einen Partner, der aus Überzeugung folgt, nicht aus Zwang.
Die Ästhetik der Bewegung
Dank der Weite der Fidei und der gefahrlosen Wege dürfen Ella und Malou bei unseren Spaziergängen ihre Energie im Freilauf fließen lassen. Dabei wird deutlich, was diese Rasse auszeichnet: die „Setter-Reichweite". Ein Irish Red Setter läuft nicht einfach nur mit; er erobert sich den Raum mit Schnelligkeit, Ausdauer und einer raumgreifenden Eleganz, die weit über den Radius anderer Rassen hinausgeht. Es sind Bilder, die das Herz erfreuen und an denen wir uns niemals sattsehen können. Für uns sind diese Traumhunde eine tägliche Bereicherung – eine Liebeserklärung an eine Rasse, die Anmut und Lebensfreude perfekt vereint.
"Wenn der Rückpfiff sitzt, wird die Freiheit zur puren Ästhetik."
Sozialisierung & Training
Das Fundament für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund wird in den ersten prägenden Monaten gelegt. Ein verantwortungsvoller Züchter schafft die Basis für Nervenstärke, Bindungsbereitschaft und das offene, freundliche Wesen des Welpen.
In der Wurfkiste
Enger körperlicher Kontakt und das Kennenlernen vielfältiger olfaktorischer sowie akustischer Reize
Hundeschule
Früher Kontakt zu verschiedenen Rassen und professionelle Begleitung bei individuellen Herausforderungen
Alltagserfahrungen
Stadtgänge, Cafébesuche, Bahn- und Autofahrten - stets ohne Überforderung
Grundgehorsam
Geduld und liebevolle Wiederholung sind der Schlüssel zum Erfolg
Der Grundgehorsam
Im Training des Grundgehorsams ist Geduld die wichtigste Tugend. Erfolg stellt sich durch stete, liebevolle Wiederholung ein. Sollte eine Lektion in Vergessenheit geraten, gehen wir geduldig einen Schritt zurück.
Mit Ella genoss ich das Privileg, in einer lokalen Gruppe unter der Anleitung der passionierten Michaela Rolland trainieren zu dürfen. Diese fundierte Vorbereitung ermöglichte es uns, sowohl in Deutschland als auch in Frankreich die Begleithundeprüfung samt Verhaltenstest (FCI) erfolgreich zu absolvieren.
Absolvierte Prüfungen & Kurse
Training zahlt sich im Alltag aus. Mit Malou besuche ich derzeit regelmäßig den Hundeverein Bitburg, um das Alltagstraining in einer gemischten Gruppe zu vertiefen.
- Begleithundeprüfung Deutschland
- Begleithundeprüfung Frankreich
- Verhaltenstest (FCI)
- Hundeverein Bitburg - Alltagstraining
- Pointer und Setter Verein - Grundgehorsam
"Wie beim Menschen gilt: In jungen Jahren fällt das Erlernen neuer Fähigkeiten besonders leicht. Wir erweitern das Spektrum stetig, achten dabei jedoch penibel darauf, unsere jungen Begleiter nicht zu überfordern. Ein angepasstes Training ist der Schlüssel zum Erfolg."
Die Kunst der Präsentation
Souveränität im Ausstellungsring ist selten ein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis präziser Abstimmung zwischen Mensch und Hund. Um die eigene Performance auf ein neues Niveau zu heben, ist der Blick von außen unerlässlich.

Analyse und Methodik
Ein Besuch bei Isabell, einer Koryphäe auf dem Gebiet des Hundesports und der professionellen Präsentation, bot hierfür den idealen Rahmen. Als erfahrene Ausstellerin und versierte Trainerin vereint sie Fachwissen mit dem geschulten Auge für Details.
Der Prozess begann mit einer fundierten Ist-Analyse: Während ich mit meiner Hündin Ella den vorbereiteten Ring durchlief, wurde jede Sequenz videografisch dokumentiert. Die anschließende Videoanalyse erwies sich als Herzstück des Trainings.
Physiognomie und Haltung
Die Optimierung der eigenen Körpersprache zur Signalübermittlung
Dynamik
Die Feinabstimmung der Laufgeschwindigkeit auf das Gangwerk des Hundes
Präzision
Die korrekte Positionierung der Vorführleine für ein harmonisches Gesamtbild
Didaktische Ansätze
Besonders aufschlussreich waren die methodischen Übungen. Um die eigene Balance und Ruhe in der Bewegung zu schulen, wurde zunächst – fernab der Leine – mit einem Wasserglas trainiert. Diese Übung verdeutlichte eindrucksvoll, wie viel Unruhe unbewusst auf das Tier übertragen werden kann.
Ein entscheidender Aha-Moment folgte beim Rollentausch: Zu beobachten, wie Isabell Ella durch den Ring führte, machte die theoretischen Verbesserungsvorschläge unmittelbar greifbar. Es demonstrierte das Potenzial, das durch kleine Nuancen in der Führung freigesetzt werden kann.
Fazit
Dieses Training war weit mehr als eine bloße Korrekturstunde; es war eine Lektion in Fokussierung und Harmonie. Mit den gewonnenen Erkenntnissen und einer klaren Strategie gilt es nun, diese wertvollen Impulse im heimischen Training zu festigen, um sie zukünftig im Ring souverän abzurufen.
Passion im Feld: Die Schule des Vorstehens
In heimischen Gefilden mangelt es oft an der essentiellen Gelegenheit, die natürliche Anlage des Vorstehens an wildlebenden Fasanen zu perfektionieren. Um diese Lücke in der Ausbildung von Malou zu schließen, führte uns eine Exkursion in die Nähe von Paris – zu einem Ort, der unter Kennern der Jagdhundeszene als Referenz gilt.
Expertise und Biotophege
Dort widmete sich uns Johanna, eine über die Landesgrenzen hinaus renommierte Ausbilderin. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie ein Habitat geschaffen, das in seiner Beschaffenheit und Wilddichte exakt auf die Bedürfnisse der Vorstehhundeausbildung zugeschnitten ist.
Die akribische Hege der Fasane ermöglichte es uns, unter Realbedingungen zu trainieren. Der Ausbildungsweg war dabei methodisch brillant aufgebaut.
Wecken der Passion
Malous natürliches Interesse am Federwild kanalisieren und fördern
Das Vorstehen
Die Ruhe am Wild und die Sicherheit in der Anzeige - der charakteristische Moment absoluter Statik
Das Durchstehen
Die nötige Standruhe und Disziplin, bis das Kommando zum Nachrücken oder Lösen erfolgt

Kontinuität im Training
Ein solcher Ausflug bildet das Highlight der Ausbildung, doch die wahre Meisterschaft liegt in der Beständigkeit. Zurück in der Heimat wird das Erlernte in der Trainingsgruppe des Pointer- und Setter-Vereins unserer Landesgruppe vertieft.
Es war faszinierend zu beobachten, wie aus der anfänglichen Suche jener charakteristische Moment der absoluten Statik – das Vorstehen – erwuchs.
Resümee
Die Zeit in Frankreich war eine eindrucksvolle Demonstration dessen, was durch spezialisierte Ausbildung und optimale Reviervoraussetzungen möglich ist. Malous Passion zu erleben, war nicht nur lehrreich, sondern ein zutiefst bereicherndes Erlebnis für unser Gespann.
Synergie aus Anlage und Passion
Um die rassespezifischen Anlagen von Malou zu prüfen, führte uns der Weg zur Jugendsuche des Vereins für Pointer und Setter.
Die Jugendsuche: Das Fundament der Ausbildung
Unter den fachkundigen Augen der Richter wurden die essenziellen Säulen der Vorstehhundarbeit geprüft. Die Anforderungen an ein junges Gespann sind komplex und verlangen viel:
Olfaktorische Präzision
Die Qualität der Nasenarbeit bei der Suche im Feld
Passion und Ausdauer
Der Finderwille und die Systematik der Suche
Vorstehen
Das statische Fixieren des Wildes als Ausdruck höchster Instinktkontrolle
Wesensfestigkeit
Die Unbeeindrucktheit bei der Schussabgabe sowie die allgemeine Führigkeit
Es erfüllt mich mit besonderem Stolz, dass Malou diese anspruchsvolle Prüfung bereits im Alter von nur acht Monaten mit Bravour absolvierte.
Als Erstlingsführer ist dieser Erfolg ein Zeugnis für das Vertrauen und die gelungene Vorarbeit unseres Teams.
Dummytraining als kognitive Herausforderung
Zur Ergänzung der jagdlichen Ausbildung nutzten wir im Sommer 2025 die Angebote der Landesgruppe Baden-Württemberg für ein spezialisiertes Dummytraining. Diese Disziplin dient nicht nur der körperlichen Auslastung, sondern kanalisiert die enorme Energie des Setters in kontrollierte, geistig fordernde Bahnen. Es ist die perfekte Symbiose aus Apportierfreude und Impulskontrolle.
Die Ästhetik des Standards: Das Ausstellungswesen
Neben der Arbeit im Feld widmen wir uns mit großer Leidenschaft der Präsentation auf nationalen und internationalen Rassehundeausstellungen. Hier steht nicht die Jagd, sondern die Exterieur-Bewertung im Sinne des Rassestandards im Vordergrund.
Die Vorbereitung
Ein souveräner Auftritt im Ring beginnt Wochen vor dem eigentlichen Termin. Das Grooming ist eine Kunst für sich: Das präzise Trimmen des Haarkleids, die Pflege der Pfoten und die Gewöhnung an technische Hilfsmittel wie Nagelfräse oder Föhn erfordern Geduld und ein hohes Maß an Vertrauen zwischen Hund und Halter. Nur ein entspannter Hund kann im Scheinwerferlicht der großen Arenen – teils inmitten von 5.000 anderer Hunde – seine volle Pracht entfalten.
Die Kür im Ring
Das Ringtraining ist die finale Stufe dieser Vorbereitung. An der filigranen Showleine wird das harmonische Zusammenspiel perfektioniert:
Die Statik
Das korrekte Aufstellen vor dem Richter, um Gebäude und Proportionen optimal zu präsentieren
Die Dynamik
Die Präsentation im Gangwerk - ob im Kreis oder im Dreieck - ein fließender, raumgreifender Schritt
Eine Reise der gemeinsamen Entwicklung
Das Leben und Arbeiten mit einem Setter ist ein beständiger Prozess der Verfeinerung. Ob im herbstlichen Feld oder auf dem grünen Teppich der Ausstellungshalle – jede Minute festigt das Band zwischen Mensch und Hund. Dank der Unterstützung durch unsere Vereine und den wertvollen Diskurs mit erfahrenen Mentoren blicken wir auf Erfolge zurück, die weit über Schleifen und Urkunden hinausgehen: Sie sind Ausdruck einer tiefen, partnerschaftlichen Verbundenheit.
Lernen Sie unsere Hunde kennen
Unsere Zuchthündinnen verkörpern diese Philosophie in jeder Hinsicht. Überzeugen Sie sich selbst von Malou und Ella.
